
WESTERSTEDE
Tote Fische schweigen nicht
Wolfgang Schröder hat sein erstes Buch herausgebracht
Was mache ich, wenn ich in Rente bin? Wohl viele Leute stellen sich diese Frage und die Antworten sind weitreichend: Gartenarbeit, Reisen, sportliche Betätigung oder ‚ein Buch schreiben‘. Letzteres stand für Dr. Wolfgang Schröder auf der Wunschliste. Der pensionierte Ocholter Tierarzt hatte schon lange eine Idee im Kopf, die jetzt umgesetzt wurde: „Als ich früher unseren drei Kindern Geschichten aus Kinderbüchern vorgelesen habe, habe ich scherzhaft gesagt: ich kann besser Kinderbücher schreiben“. Doch zunächst hatte eine andere Geschichte Vorrang.

„Tote Fische schweigen nicht“ umfasst 269 Seiten und ist bei Lesezeichen Westerstede und bei Thalia erhältlich sowie im Internet bestellbar. Die Kriminalgeschichte gibt es auch als E-Book zu kaufen. Der Preis beträgt 17,99 Euro – ein schönes Geschenk – auch noch nach Ostern.
Idee zur Kriminalgeschichte
Als er oder seine Frau Claudia später häufig hörte, dass Menschen künstliche Gelenke eingesetzt bekommen haben, die dann teilweise wieder ausgetauscht werden mussten aufgrund von Infektionen oder schlechter Qualität, sei der Gedanke aufgeploppt: Was passiert mit Implantaten, die zu Explantaten werden? Diese Frage war letztendlich Ursprung zu seinem literarischen Erstlingswerk. Wolfgang Schröder, der in Westerstede geboren wurde und in Berlin Tiermedizin studierte, machte sich an die Arbeit, recherchierte und konnte auch einiges an beruflicher Erfahrung mit einbringen. Zwei Jahre hat der 72-jährige Ocholter an der Kriminalgeschichte geschrieben. Dabei war Claudia ihm eine kritische Beobachterin und gab neue Anstöße.
Tote Fische schweigen nicht
Die Personen in dem vielschichtigen Roman, der sich aus vielen kleinen Geschichten zu einem Ganzen fügt, sind frei erfunden, und der Text ist leicht verständlich geschrieben. Leser tauchen zügig in den Handlungsablauf ein. Die einzelnen kurzen Kapitel schaffen einen Spannungsbogen und fesseln die Leser. Es geht um Forschungsprojekte, deren Ergebnisse eindeutig negativ sind und daher in die Schublade gesteckt werden, aber nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Allemal regt der Inhalt zum Diskurs an, wie Wolfang Schröder weiß.
Buch im Handel
Etwa ein halbes Jahr habe die Vorbereitung zum Buchdruck in Anspruch genommen. „Ich bin stolz darauf und habe bereits viele positive Rückmeldungen bekommen. Es hat viel Spaß gemacht, weil es ein ganz anderes Genre ist. Wenn jemand nach der Fortsetzung fragt, würde ich es machen.“
von Hildburg Brunken
