
APEN
Bedrohte Arten der Vogelwelt retten
Im Frühjahr gibt es wichtige Aufgaben zu erledigen
In Vreschen-Bokel gibt es seit fünf Jahren eine kleine Gruppe von Menschen, die sich für die dort lebende Vogelwelt einsetzt. Hier geht es besonders um die Erhaltung bedrohter und geschützter bodenbrütender Arten wie Kiebitz, Uferschnepfe, Rotschenkel, Großer Brachvogel, Austernfischer und andere, die entlang des Naturschutzgebietes am Aper Tief ihren Lebensraum haben. Gerlinde Kruse und Björn Köhler haben sich vor fünf Jahren zusammengetan und engagieren sich inzwischen mit einem Team Gleichgesinnter. „Das ist eine sehr schöne Aufgabe“, macht Gerline Kruse deutlich. Gerade im Bereich am Aper Tief in Vreschen-Bokel ist der Bestand an seltenen und schützenswerten Vogelarten groß. Um diese guten Lebens- und Brutbedingungen auch zukünftig zu erhalten, wertvolle Daten zu sammeln und Gelegeschutzberichte zu erstellen, engagiert sich die Gruppe.
Enge Zusammenarbeit
„Wir haben eine tolle und konstruktive Zusammenarbeit mit den anliegenden Landwirten, den Jägern und den Behörden. Der enge Austausch ist uns wichtig. Wir markieren die Nester und informieren die Landwirte zügig. Diese können dann ihre Flächen weiter bewirtschaften und wir unsere Brutpaare schützen. Hier wächst etwas Großartiges zusammen! Der Landkreis stellt uns außerdem Weidezaungeräte und Wildkameras zur Verfügung“, so Björn Köhler, der hauptberuflich Schutzgebietsbetreuer der ökologischen Nabu-Station Ostfrieslands mit Sitz in Wittmund ist. In Vreschen-Bokel bringt der Fachmann sein Wissen und Engagement ehrenamtlich ein. Vorrangig geht es bei den Vogelarten um die Bodenbrüter, die auf den Wiesen oder Maisäckern nisten. Bevor die Landwirte im Mai die Grünländer mähen, können wir außerdem mit einer Wärmebilddrohne die Flächen nach Brutvögeln absuchen und gegebenenfalls die Nester mit Zäunen versehen. Wir bekommen dort die Unterstützung von der Wildtierrettung „Wilde Herzen“ Ammerland e.V., mit denen wir geschlossen Zusammenarbeiten. Wir freuen uns, dass es jedes Jahr ein Stück besser wird und wir uns immer besser aufstellen können.“
Team freut sich über weitere Gleichgesinnte
Der Schutz dieser bedrohten Vogelarten erfordert viel Arbeitskraft, Engagement und Zeit. Gerade im April, Mai und Juni sei es wichtig viele Leute zu haben, die sie unterstützen und ihnen zur Seite stehen. Gerne freuen sich Gerlinde Kruse und Björn Köhler sowie das gesamte Gelegeschutzteam über weitere Unterstützer. Wer Interesse an dieser schönen Aufgabe hat, kann sich mit Björn Köhler per Mail bjoern-koehler@gmx.net oder über Instagram (ornithologe_bjoern) in Verbindung setzen.
von Hildburg Brunken